Gemeindeversammlung mit Abstimmung zum Budget 2019

Der Voranschlag 2019 der Gemeinde Urnäsch sieht bei unverändertem Steuerfuss einen Ausgabenüberschuss von 180‘462.66 Franken sowie Investitionen von rund 1.065 Mio. Franken vor. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember wird darüber abgestimmt und anschliessend über den Stand von laufenden Projekten orientiert.
Der vom Gemeinderat an die Stimmberechtigten verabschiedete Voranschlag 2019 der Erfolgsrechnung basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 4.3 Einheiten und weist einen Gesamtaufwand von 18‘341‘286.66 Franken und einen Gesamtertrag von 18‘160‘824.00 Franken aus. Der Fehlbetrag von 180‘462.66 Franken kann über das Eigenkapital gedeckt werden. Gegenüber dem Voranschlag 2018 steigt der Aufwand gesamthaft geringfügig um 0.5 Prozent, der Ertrag um 2.9 Prozent. In der Investitionsrechnung sind Nettoausgaben von 1‘065‘000 Franken vorgesehen.

Wachstum
Gemäss Prognosen des Kantons stimmt die Wirtschaftsentwicklung weiterhin zuversichtlich, was sich positiv auf die Steuereinnahmen auswirken wird. Zuversichtlich stimmt zudem die anhaltende Zunahme der Einwohnerzahlen in Urnäsch. Bei den Steuereingängen der natürlichen Personen - welche vorsichtig optimistisch mit 5.34 Mio. Franken veranschlagt sind (gegenüber Vorjahr plus 140‘000 Franken) - geht der Gemeinderat deshalb im 2019 weiterhin von einem moderaten Zuwachs aus. Weiter wird gemäss Prognose des Kantons im 2019 der Lasten- und Finanzausgleich um 200‘000 Franken höher ausfallen. Mehr Schüler sowie die Erhöhung der Schüler-Prokopfbeiträge bringen ebenfalls Mehreinnahmen von 65‘000 Franken.

Dank komfortablem Eigenkapitalpolster von rund 8.9 Mio. Franken kann der erwartete Rückschlag problemlos aufgefangen werden. Der Abbau des Eigenkapitals im budgetierten Rahmen ist verantwortbar.

Aufgabenverlagerungen
Als Folgen des kantonalen Entlastungsprogrammes, das erstmals 2015 gegriffen hat, wird der Voranschlag 2019 wegen Aufgabenverschiebungen (Kürzung oder Wegfall von kantonalen Beiträgen: Spitex, Sonderschüler- und Schülerbeiträge) gegenüber 2015 mit Mehraufwändungen bzw. Mindereinnahmen von rund 165‘000 Franken zusätzlich belastet. Die exogenen Kosten sind anhaltend hoch.

Exogene Kosten
Folgende Gemeindeanteile sind budgetiert: Für die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 448‘600 Franken; für den öffentlichen Verkehr 304‘000 Franken; für die Pflegefinanzierung 310‘000 Franken; für die kantonale Spitex 214‘000 Franken; für die Beratungsstelle für Flüchtlinge 97‘000 Franken; für die Führung der gemeinsamen regionalen Berufsbeistandschaft Hinterland 145‘000 Franken. Bei diesen Gemeindeanteilen von über 1.5 Mio. Franken handelt es sich um exogene Kosten, welche die Gemeinde nicht beeinflussen kann und die sich auf eine übergeordnete Gesetzesgrundlage stützen. Die Summe der exogenen Kosten liegt im Rahmen des Vorjahres. Eine Erhebung dieser Verpflichtungen von 2010 bis 2019 zeigt, dass die Belastung des Gemeindefinanzhaushalts mit exogenen Mehrkosten innert dieser Zeit über 800‘000 Franken zugenommen hat.

Netto-Investitionen von 1.065 Mio. Franken
Im 2019 sind notwendige Netto-Investitionen von 1‘065‘000 Franken geplant. Die wesentlichen Investitionsausgaben betreffen: Abbruch/Neubau Gemeindehaus mit einem Kostenanteil von 500‘000 Franken; Sanierung Ortsdurchfahrt/Dorfplatz (Restkosten Gemeindeanteil) mit 160‘000 Franken; Sanierung Hinterbergstrasse mit 500‘000 Franken, Fahrzeugersatzanschaffungen im Forstbetrieb mit 50‘000 Franken, Gemeindeanteil an Neubau Saienbrücke mit 55‘000 Franken.

Abschreibungen
Die Abschreibungen erfolgen linear ab Nutzungsbeginn über die festgelegte Nutzungsdauer des nach den neuen Kriterien bewerteten Verwaltungsvermögens und sind veranschlagt mit 839‘700 Franken. Das abzuschreibende Verwaltungsvermögen betrug per 31. Dezember 2017 rund 14.7 Mio. Franken.

Informationen über den aktuellen Stand zu laufenden Projekten:

Neubau Gemeindehaus und Wohnhaus mit Tiefgarage; In Urnäsch soll nebst einem neuen Gemeindehaus an attraktiver Lage ein Wohnhaus mit Zentrumswohnungen und eine Tiefgarage entstehen. Vorgesehen ist, dass das Kanzleigebäude von der Gemeinde gebaut wird, für die Wohnüberbauung werden private Investoren gesucht. Die entsprechenden Gespräche mit Interessenten sind noch im Gange und entwickeln sich positiv. Die Abstimmung über den Kredit für den Neubau der Gemeindekanzlei wurde vom 25. November 2018 auf den 17. März 2019 verschoben. Weil die aktualisierte Kostenschätzung den vorgesehenen Kostenrahmen stark überschreitet, werden zurzeit in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Einsparungsmöglichkeiten geprüft.

Zentrum für Handwerk und Kunst; Seit rund sechs Monaten ist eine 8-köpfige Arbeitsgruppe an der Arbeit. Die Idee, Urnäsch als Handwerkerzentrum zu positionieren, stösst auf gutes Echo.

Gemeindeversammlung mit Budgetabstimmung vom Dienstag, 11. Dezember 2018
Die Gemeindeversammlung ist auf Dienstag, 11. Dezember 2018, 20.00 Uhr, Schulanlage Au, festgelegt. Im ersten Teil erfolgen die Orientierung und die Abstimmung über den Voranschlag 2019.
Im zweiten Teil wird über den Stand von laufenden Projekten orientiert. Mit einem kleinen Apéro wird der Abend abgeschlossen. Alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind herzlich eingeladen an der Gemeindeversammlung teilzunehmen.

Der Voranschlag in gekürzter Form wird bis spätestens am 19. November 2018 allen Haushaltungen zugestellt. Der ausführliche Voranschlag 2019 kann ab dann auf der Homepage der Gemeinde Urnäsch abgerufen oder kostenlos bei der Finanzverwaltung Urnäsch bestellt werden (071 365 60 62).



Datum der Neuigkeit 12. Nov. 2018
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Gedruckt am 20.10.2019 21:22:29