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Vernehmlassung über die Anstellung der Lehrenden an den Volksschulen

Gemäss den Vernehmlassungsunterlagen wird in den nächsten 10 Jahren ein Mangel bei Lehrpersonen aufgrund der steigenden Kinderzahlen prognostiziert. Um dem entgegenzuwirken soll der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit höheren Lehrer-Löhnen ein attraktiverer, wettbewerbsfähigerer Arbeitgeber werden. Der Gemeinderat Urnäsch unterstützt die Teilrevision der Anstellungsverordnung. Er lehnt die vorgeschlagene Lohnerhöhung ab, spricht sich aber für eine punktuelle Erhöhung der Anfangslöhne aus. Nachfolgend die Kernpunkte der Stellungnahme des Gemeinderates an das Departement Bildung und Kultur.

 

Der Gemeinderat hat feststellen müssen, dass die Lohnangaben in den Vernehmlassungsunterlagen nicht korrekt und unvollständig sind. Der Vergleich ergibt ein falsches Bild, da nicht alle vergleichsrelevanten Faktoren berücksichtigt sind (vgl. unterschiedliche Abgeltung der Klassenverantwortung, unterschiedliche Jahresarbeitszeit, Lektionenzahl und Dauer einer Lektion; unterschiedliche Regelung der Weiterbildung der Lehrenden innerhalb und ausserhalb der regulären Schulzeit). Entsprechend ist ein absoluter Vergleich des Lohnniveaus der beiden Kantone SG (St. Gallen) und AR (Appenzell Ausserrhoden) nicht möglich. Eine tabellarische Gegenüberstellung der aktuellen AR-Lehrerlöhne sowie der vorgeschlagenen neuen AR-Lehrerlöhne mit den Lehrerlöhnen SG zeigt ein klares Bild. Die aktuellen Lehrerlöhne in AR hinken nur in den ersten beiden Dienstjahren, d.h. bei den Einstiegslöhnen, hinten nach. Bereits ab dem dritten Dienstjahr liegen die aktuellen AR-Lehrerlöhnen bereits über den aktuellen SG-Lehrerlöhnen. Der Gemeinderat sieht den Handlungsbedarf deshalb nur bei einer punktuellen Anhebung der Einstiegslöhne.   

Das Bildungswesen ist kantonal geregelt und unter den Kantonen besteht eine Konkurrenzsituation bei den Anstellungsbedingungen. Der Gemeinderat unterstützt die Haltung des Kantons, dass unser Kanton auch für junge Lehrkräfte attraktiv sein muss. Der Gemeinderat ist aber auch der Meinung, dass der Kanton AR nicht die höchsten Lehrerlöhne haben muss und ein gegenseitiges Hochtreiben der Löhne durch die Kantone zu vermeiden ist. Weiter ist für die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Erhöhung der Löhne, im Moment nicht der richtige Zeitpunkt, aufgrund der Corona bedingten wirtschaftlichen Situation. Als kurzfristig wirkungsvollster Schritt schlägt der Gemeinderat daher vor, die Einstiegsstufen A1+A2 anzuheben auf das Niveau A3.

Um dem Lehrermangel entgegen zu wirken, sieht der Gemeinderat zusätzlichen Handlungsbedarf bei der Anpassung der Rahmenbedingungen für Quereinsteiger im Kanton AR. Je nach vorheriger Tätigkeit sollten diese Arbeitsjahre entgegen der heutigen Regelung, sicher teilweise auch als Dienstjahre angerechnet werden. Dem Kanton wird beantragt, die Rahmenbedingungen für Quereinsteiger anzupassen.

Ein weiterer unbefriedigender Punkt für den Gemeinderat ist, dass der Regierungsrat über Stufenanstiege bei den Lehrenden der Volksschule entscheidet und die Gemeinden nicht offiziell anhört oder mitentscheiden lässt, obwohl die Gemeinden die Lehrerlöhne bezahlen. Dem Regierungsrat wird beantragt, für die Festlegung der Stufenanstiege bei den Lehrenden der Volksschule die Gemeinden anzuhören.

 

Die Vernehmlassungsunterlagen sind einsehbar auf www.ar.ch/vernehmlassungen



Datum der Neuigkeit 24. Dez. 2020
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