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Aufhebung Quartierplan Widen-Nord

Der bestehende, nicht mehr zeitgemässe Quartierplan für das Baugebiet Widen-Nord aus dem Jahre 1986 soll aufgehoben werden. Gemeinde und Bauherrschaft verpflichten sich vertraglich, die Erschliessung sowie die Überbauung wie geplant zu realisieren, unter Vorbehalt der Erteilung der Baubewilligung.  

Im Jahr 1986 erliess der Gemeinderat einen Quartierplan für das Gebiet Widen. Einzelne Bestimmungen des Quartierplans sind mittlerweile veraltet oder werden bereits durch den Zonenplan und das Baureglement geregelt. Darüber hinaus widerspricht der Quartierplan teilweise der ortsplanerischen Zielsetzung der Gemeinde Urnäsch. Im Zusammenhang mit der Realisierung der geplanten Überbauung Widen-Nord soll der bestehende Quartierplan nun aufgehoben werden. Mit der Aufhebung des Quartierplans gelten in Zukunft in diesem Baugebiet die Bestimmungen der Regelbauweise gemäss Zonenplan und Baureglement Urnäsch.

Überbauung nach Regelbauvorschriften

Im Zuge des Baubewilligungsverfahrens Überbauung Gebiet Widen hat sich gezeigt, dass die im Quartierplan von 1986 festgelegten Erschliessungs- und Überbauungsbestimmungen nicht mehr den heutigen Anforderungen respektive der ortsplanerischen Zielsetzung entsprechen. Insbesondere soll anstelle einer nicht mehr zeitgemässen lockeren Einfamilienhausüberbauung eine etwas dichtere Überbauung mit Mehrfamilienhäusern realisiert werden. Die Autoabstellplätze sollen dabei zu einem grossen Teil in einer gemeinsamen Tiefgarage angeordnet werden und nicht oberirdisch, wie im Quartierplan vorgesehen. Für den nördlichen Teil des Quartierplangebietes ist die Erstellung von zwei Mehrfamilienhäusern mit Satteldächern geplant. Diese werden nach den Regelbauvorschriften des Baureglements von Urnäsch erstellt. Die Erschliessung der Mehrfamilienhäuser ist über die neue Zufahrtsstrasse ab der Unterdorfstrasse geplant.

Vertragliche Absicherung

Die Realisierung der geplanten Überbauung auf der Parzelle Nummer 572 sowie der vereinbarten Erschliessung der Mehrfamilienhäuser über die neue Zufahrtsstrasse ab der Unterdorfstrasse (inklusive Mitbenützungsrecht durch die Eigentümerin der Parzelle Nummer 1794) ist vertraglich zwischen Bauherrin und Gemeinde geregelt und auch ohne Quartierplan – gemäss den bestehenden Regelbauvorschriften gestützt auf Zonenplan und Baureglements – sichergestellt.

Haushälterischer Umgang mit Bauland

Der bestehende Quartierplan enthält Festlegungen, welche aufgrund der ortsplanerischen Zielsetzungen nicht mehr zeitgemäss sind. Insbesondere können mit dem rechtskräftigen Quartierplan Widen Nord die Anforderungen an die haushälterische Nutzung des Bodens nicht gewährleistet werden. Die Gemeinde gewichtet im vorliegenden Fall das Interesse an der Erstellung einer dichteren Überbauung als hoch ein. Eine Teilrevision des bestehenden Quartierplans wurde geprüft und als nicht zweckmässig erachtet. Zu viele Bestimmungen und Planinhalte sind längst überholt und müssten angepasst werden. Weiter ist eine zielorientierte Überbauung mit den bereits geltenden Bestimmungen der Regelbauvorschriften des Baureglements gewährleistet. Mit dem gewählten Vorgehen können die Ziele der Gemeinde durch verdichtetes Bauen sowie die Interessen des Bauherrn gewahrt werden und im Quartier Widen Nord kann eine attraktive Überbauung entstehen.

Öffentliche Auflage und fakultatives Referendum

Die Bevölkerung und insbesondere die betroffenen Grundeigentümer und Anstösser werden zeit- und sachgerecht über den Stand der Planung informiert und erhalten die Möglichkeit zur Mitwirkung. Sie können innert vier Wochen – vom 2. September bis 3. Oktober 2022 - Vorschläge und Anregungen einreichen, welche ins Verfahren einfliessen. Anschliessend nimmt der Gemeinderat zu den Eingaben Stellung und entscheidet abschliessend über die Aufhebung des Quartierplans. Die Aufhebung des Quartierplans muss dann während 30 Tagen öffentlich aufgelegt werden. Nach Bereinigung allfälliger Einsprachen wird die Aufhebung des Quartierplans dem fakultativen Referendum unterstellt. Die Aufhebung des Quartierplans tritt erst mit der Genehmigung des Departements Bau und Volkswirtschaft Kanton Appenzell Ausserrhoden in Rechtskraft.



Datum der Neuigkeit 1. Sept. 2022
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