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Urnäsch: Chräg-Verkauf scheint unbestritten

Der Verkauf der Liegenschaft des ehemaligen Gemeindealtersheim Chräg zum Preis von einer Millionen Franken an den Architekten Urs Weidmann stösst in Urnäsch auf keine Opposition. An einer Informationsveranstaltung des Gemeinderats über den geplanten Verkauf waren keine kritischen Stimmen zu hören und es kam auch zu kei-ner Diskussion über die die gemeinderätlichen Verkaufsabsichten. Das letzte Wort zum Chräg-Verkauf haben die Stimmberechtigten am 29. November an der Urne.

Zu Beginn der Informationsveranstaltung ging Gemeinderat Niklaus Hörler auf die Vorgeschichte der Liegenschaft Chräg oberhalb von Urnäsch ein. Diese diente bis vor gut fünf Jahren als Gemeindealtersheim. Nach dem Umzug der Bewohner des Alters- und Pflegeheim Chräg im Herbst 2014 in das Wohn- und Pflegezentrum Au war der «Chräg» für eine Zwischennutzung anderthalb Jahre vermietet. Heute werden die Räume durch das Beschäftigungsprogramm, die Feuerwehr und die Polizei zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. Die Gemeinde Urnäsch sucht laut Niklaus Hörler seit längerem einen Käufer für den «Chräg». Um die Jahreswende hat Urs Weidmann mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen sein Interesse an einem Kauf des Hauptgebäudes samt vier Nebengebäuden mit einer Fläche von 4100 Quadratmetern bekundet.

Zukünftige Nutzung und Kaufpreis

 Was die Nutzung angeht sei vieles denkbar, sagte Niklaus Hörler, «aber zum jetzigen Zeitpunkt kann nichts Konkretes gesagt werden». Möglich wäre eine Einrichtung zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit wie z. B. Zweigbetrieb einer Reha-Klinik, Alterswohngemeinschaften, Betreuungsheim für unheilbar Kranke und schliesslich wäre auch reines Wohnen eine Option. Zu berücksichtigen seien in jedem Fall die Vorgaben des Kantons, befinde sich die Liegenschaft doch in der Landwirtschaftszone. Erste Gespräche mit dem Verantwortlichen beim Amt Raum und Wald hätten bereits stattgefunden.

Der für die Finanzen zuständige Gemeinderat Iwan Schnyder wies daraufhin, dass der Verkehrswert der Liegenschaft 1,055 Millionen Franken betrage. Der Gemeinderat sei überzeugt, dass der Verkauf für 1 Millionen Franken für beide Seiten stimme. Zu erfahren war an der Versammlung auch, dass nach der erfolgten Verabschiedung des Geschäfts im Gemeinderat bereits ein Vorvertrag (vorbehältlich des Entscheids an der Urne) unterzeichnet wurde und Urs Weidmann auch eine erste Anzahlung von 100 000 Franken geleistet habe. 

 

 

Gemeinde Urnäsch ist erfreut

Sowohl Gemeinderat Niklaus Hörler als auch Gemeindepräsident Peter Kürsteiner betonten an der Orientierungsversammlung, dass die Gemeindebehörde über die Kaufabsichten von Urs Weidmann erfreut sei. «Dieser bietet Gewähr für ein zukunftsweisendes Projekt auf der Liegenschaft Chräg», sagt Gemeinderat Niklaus Hörler und betonte dessen Verbundenheit mit der Gemeinde. Davon zeuge auch das mit viel Gespür umgebaute Bauernhaus im Ebeli, wo Urs Weidmann immer wieder anzutreffen sei. Dieser selber äusserte sich an der Veranstaltung nur kurz und betonte, dass es sein Ziel sei, die Liegenschaft Chräg einer für die Gemeinde und die Bevölkerung nachhaltigen Nutzung zuzuführen.



Datum der Neuigkeit 15. Sept. 2020
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